Sexuell übertragbare Krankheiten

Tripper (Gonnorhoe)

Tripper ist sehr ansteckend und wird über mit Bakterien infizierte Schleimhäute am Schwanz, aber auch Darm, Rachen und Augenbindehaut übertragen.
Symptome: meist eitriger Ausfluss aus der Harnröhre
Vorbeugung: Safer Sex
Behandlung: Antibiotika

Tripper – Brennraum im Zylinderkopf

Brennt’s im Kolben? Dann könnte das Tripper sein. Der Tripper ist eine häufig vorkommende Entzündung, die durch Bakterien verursacht wird. Betroffen sein können neben der Harnröhre auch andere Schleimhäute, die beim Sex beteiligt sind (Rachen und Enddarm, selten auch Augen).Wenige Tage nach der Infektion kommt es an der befallenen Schleimhaut zu Entzündung und Eiterbildung. Je nach Ort des Befalls sind verschiedene Symptome möglich, wobei manchmal auch keine oder nur geringe Krankheitszeichen auftreten: Am Schwanz: eitriger Ausfluss, gerötete Harnröhrenöffnung, Brennen und Schmerzen beim Pinkeln. Rachen: hochrote Stellen, Belege, Halsschmerzen. Hintern: Jucken und Brennen, Schmerzen beim Stuhlgang, evtl. Schleim/ Eiter im Stuhl, Schmerzen beim Analverkehr. Augen: gerötete Bindehaut, geschwollene Augenlider.
Ein Tripper kann von alleine ausheilen, aber auch chronisch werden. Bei Nichtbehandlung und Fortschreiten der Erkrankung kann es zu Hoden-, Prostata- oder Gelenkentzündungen kommen. Übertragen werden die Bakterien durch Kontakt von Schleimhaut mit Sekret aus einem Bakterienherd (z.B. im Mund, im Arsch oder in der Harnröhre). Die Bakterien können auch als Schmierinfektion weitergeben werden z.B. beim Fingern, Arschlecken oder über gemeinsam benutze Dildos/ Sextoys. Bei einem Tripper ist das Risiko erhöht, sich beim ungeschützten Ficken oder Blasen mit HIV anzustecken bzw. HIV weiterzugeben. Mit Kondomen und Handschuhe beim Fisten verringert sich das Risiko. Außerdem sollte man nach dem Sex die Hände und ggf. die Toys reinigen. Festgestellt wird Tripper durch Untersuchungen des Eiters durch einen Abstrich. Tripper ist mit der Gabe von Antibiotika heilbar. Auf jeden Fall sollte(n) sich der/die Sexpartner auch untersuchen lassen.

HIV / Aids

Aids ist eine schwere, durch das HI-Virus verursachte Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems. Eine Heilung der Erkrankung oder Impfung ist nicht möglich, heute kann der Krankheitsverlauf durch wirksame Medikamente aber stark verlangsamt werden. Das Virus ist vor allem in Blut, Sperma, Scheiden- und Darmsekret und Muttermilch. Übertragen wird das HI-Virus insbesondere über ungeschützten Sex.
Symptome: Meist jahrelang ohne Beschwerden, der Körper wird aber wehrlos gegen viele Krankheitserreger, die ein gesunder Mensch ohne Probleme bekämpfen kann.
Vorbeugung: Safer Sex
Behandlung: Retrovirale Therapie, keine Heilung

HIV – Mehr als ein Bagatellschaden

HIV ist kein einfacher Kratzer im Lack, denn diese Krankheit gibt es nicht ohne Personenschaden. HIV schwächt das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheitserreger, schädigt Organe und kann zu Aids führen. Mit Medikamenten gegen die Virusvermehrung kann man das Ausbrechen von Aids für lange Zeit verhindert, und bereits aufgetretene Symptome können sich zurückbilden.

Damit es zu einer Ansteckung mit HIV kommen kann, muss eine infektiöse Körperflüssigkeit, die eine ausreichend große Menge HIV enthält (Blut, Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit, Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut, Muttermilch) ausreichend lange auf eine Eintrittspforte (blutende Wunden, Hautentzündungen, Schleimhäute) treffen, über die das HIV in den Körper eindringen kann. HIV ist schwerer übertragbar als die meisten STD. In alltäglichen Kontakten wird HIV nicht übertragen, weder beim Husten oder Niesen, noch beim Schwimmen oder Sport. Fast 90% aller HIV-Infektionen werden beim Sex übertragen, der beste Schutz vor HIV ist deshalb Safer Sex. Dazu zählen: Ficken nur mit Gummi und fettfreiem Gleitgel (für jeden neuen Partner ein neues Gummi nehmen). Wenn dir jemand einen bläst, dann kannst du dich nicht mit HIV infizieren. Denn dein Schwanz kommt dabei ja nur mit Speichel in Berührung, und über Speichel kann HIV nicht übertragen werden.Wenn du jemandem einen bläst und er dabei nicht in deinen Mund abspritzt, dann kannst du dich nicht mit HIV infizieren. Ein Risiko besteht nur dann, wenn du infiziertes Sperma mit dem Mund aufnimmst. Das Risiko ist aber selbst dann wesentlich geringer als beim Ficken ohne Kondom. Der Speichel wirkt verdünnend und die Mundschleimhaut ist viel weniger durchlässig für HIV als die Darmschleimhaut. Du kannst das Risiko noch weiter verringern, indem du das Sperma sofort ausspuckst und so schnell wie möglich mit reichlich Wasser oder einer anderen Flüssigkeit nachspülst.

Die HIV-Medikamente sorgen nicht nur dafür, dass kein Aids entsteht, sie unterdrücken die HIV-Vermehrung – das heißt im Blut, Sperma und in der Analschleimhaut sind dann so gut wie keine Viren mehr nachweisbar. Auch die HIV-Therapie eines positiven Partners kann deshalb die Übertragung verhindern – genauso zuverlässig wie Kondome. Wenn dauerhaft keine HI-Viren im Blut nachweisbar sind, ist eine Infektion sehr unwahrscheinlich.
Entscheidend ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme: Bei einer mehrtägigen Unterbrechung steigt in der Regel die Zahl der Viren im Blut schnell wieder an – etwas später dann auch in den Körperflüssigkeiten.

Los wirst du eine HIV-Infektion aber dein Leben lang nicht mehr. Eine Infektion kann durch einen Test nach 3 Monaten festgestellt werden. Der Test kann zum Beispiel beim Gesundheitsamt oder dem Hausarzt / der Hausärztin gemacht werden.

Hepatitis

Hepatitis ist eine durch Viren verursachte Leberentzündung. Je nachdem welcher Hepatitisvirus die Krankheit verursacht hat, unterscheidet man in Hepatitis A bis G. Gefürchtet ist vor allem der chronische Verlauf einer Virushepatitis, die in eine Leberzirrhose übergehen kann. Die Hepatitiden B, C und D können chronisch verlaufen. Gegen Hepatitis A und B gibt es Impfungen.
Vorbeugung: Impfung, Safer Sex
Behandlung: individuell

Hepatitis – Wenn der Schadstofffilter streikt

Die Leber wirkt im Körper sozusagen als Schadstofffilter, deshalb ist es gefährlich, wenn sie angegriffen wird. Hepatitis bezeichnet eine Leberentzündung, die durch Viren hervorgerufen wird und auch beim Sex übertragen wird. Dabei gibt es verschiedene Virustypen. Die Virustypen A und B sind häufiger, der Virustyp C selten. Hepatitis B und C können chronisch werden und lassen sich zum Teil nur schwer behandeln. Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen. Mögliche Symptome sind: grippeähnliche Beschwerden, leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Widerwillen gegen Fett und Alkohol, Kopfschmerzen u.v.m. Bei einer akuten Hepatitis treten jedoch häufig keine Krankheitszeichen auf. Hepatitis A wird vor allem durch Aufnahme von Kotspuren in den Mund übertragen- z-B. durch verunreinigte Lebensmittel, auf dem Klo und beim Arschlecken. Eine Hepatitis A heilt aus, danach ist man vor einer weiteren Ansteckung geschützt. Hepatitis B ist bei Infizierten im Blut in hoher Konzentration vorhanden. In geringerer Menge findet man es auch in fast allen anderen Körperflüssigkeiten wie z.B. Sperma oder Speichel. Übertragen wird das Virus vor allem beim Sex.

Herpes genitalis

Herpes genitalis kann durch ungeschützten Sex übertragen werden. Das Virus trägt man lebenslang, die Krankheit kann immer wieder ausbrechen.
Symptome: offene Stellen an Schwanz und Arsch
Vorbeugung: Safer Sex
Behandlung: verschreibungspflichtige Medikamente

Herpes – Kurzer Reaktionsweg

Ekel und Herpes – der Reaktionsweg ist bei manchem kurz. Erreger von Genitalherpes sind die weit verbreiteten Herpes- Simplex-Viren (HSV), die sehr leicht übertragbar sind- vor allem beim Sex und durch Küssen. Typ 1 befällt vor allem den Mund, Typ 2 den Genital- und Analbereich. Nach der Erstinfektion bleiben die Viren im Körper und können in Belastungssituationen wieder aktiv werden (z.B. Ekel, Stress, Fieber, starke Sonne, andere Infektionen, Immunschwäche usw.). Typische Krankheitszeichen sind Jucken, Brennen und Kribbeln an der betroffenen Stelle, später dann schmerzhafte Bläschen, die schließlich aufplatzen und kleine Geschwüre hinterlassen. Bei HIV-positiven Menschen sind die Bläschen manchmal über größere Bereiche ausgebreitet. Offene Herpesgeschwüre und – bläschen können “Eintrittspforte” für andere Erreger sein (z.B. HIV). Bei direktem Kontakt mit offenen Bläschen/ Geschwüren besteht ein hohes Ansteckungsrisiko. Herpes kann auch vom Analbereich auf den Mund/ Rachen übertragen werden und umgekehrt. Durch das Anwenden von Kondomen und die Vermeidung von Kontakt mit Herpesstellen verringert sich das Infektionsrisiko. Bei einer Infektion kann man mit Medikamenten die Virusvermehrung hemmen und die Symptome behandeln.

Feigwarzen

Feigwarzen (Humane Papillomaviren, HPV), Ansteckung durch Ficken ohne Kondom, auch durch Fummeln und Küssen.
Symptome: Kleine Knötchen (Feigwarzen) am Schwanz und am Arsch, können zu blumenkohlartigen Geschwülsten werden.
Vorbeugung: Impfung (umstritten), Safer Sex
Behandlung: Entfernung mit Laser- oder Kältetherapie unter örtlicher Betäubung

Feigwarzen… Vorsicht Bodenwellen!!!

Anschnallen, hier wird es holperig… Feigwarzen am Penis und am oder im Hintern werden durch die sehr leicht übertragbaren Humanpapillomaviren verursacht (Warzenviren des Menschen, Abkürzung: HPV). Von HPV gibt es über 100 Typen, von denen einige für die Entstehung von Feigwarzen verantwortlich sind, andere sogar Zellveränderungen, Krebsvorstufen und nach Jahren Krebs auslösen können ( z.B. Analkrebs). Zu Symptomen kommt es nicht immer, und bis zum Auftreten von Feigwarzen kann es bis zu mehreren Jahren dauern. Die sehr unterschiedlich aussehenden hautfarbenen Veränderungen befinden sich meistens am Darmausgang (manchmal auch im Darm), am Hodensack oder am Schwanz aber auch in der Harnröhre. Die blumenkohlartigen Knoten oder Knubbel, die auch zusammenwachsen können sind schmerzlos und jucken nicht. Sie können aber am Arsch zu juckenden Ekzemen führen. Die Ansteckung passiert vor allem beim Sex. Die Viren können sich auch in gesund aussehender Haut befinden. Mit der anwachsenden Zahl von Sexpartnern erhöht sich das Risiko einer Ansteckung. Intimrasur und Piercing begünstigen eine Infektion mit HPV. Vorbeugen kann man mit Kondomen, aber dieser Schutz allein genügt nicht. Deswegen sollte man bei Sichtung solcher blumenkohlartigen Knoten sofort zum Arzt gehen. Zur Behandlung stehen je nach Ort und Ausbreitung der Warzen verschiedene Mittel und Methoden zur Verfügung, z.B. immunstimulierende Cremes, Säurelösungen oder die Entfernung durch das Skalpell, Kältetherapie und Laserbehandlung. Die Therapie ist oft schwierig und langwierig, weil es häufig zu neuen Warzen am alten Ort kommt.

Syphilis

Syphilis (Lues) überträgt sich durch ungeschütztes Ficken, Streicheln und Küssen.
Symptome: Fleck/ Knötchen, das zu einem Geschwür wird, das weder schmerzt noch juckt
Achtung! Nach einigen Monaten kann die Syphilis auch ohne Behandlung für immer verschwinden, bei einigen Betroffenen meldet sich die Krankheit aber wieder!
Vorbeugung: Safer Sex
Behandlung: Penicillin

Syphilis – ein Oldtimer auf der Überholspur

Syphilis ist ein Oldtimer, viele historische Personen verdanken ihr wirre Geisteszustände und frühes Ableben. Allerdings ist die Syphilis deshalb nicht weniger aktuell, sondern die Infektionen sind auf der Überholspur. Mit Syphilis (Lues) kann man sich durch ungeschützten Sex, Streicheln und Küssen infizieren. Zuerst sieht man einen Fleck oder ein Knötchen, das zu einem Geschwür wird, das weder schmerzt noch juckt. Unbehandelt kommt es zu Fieber, Gelenkschmerzen, Entzündungen und Hautausschlag. Nach einigen Monaten kann die Syphilis für immer verschwinden, bei einigen Betroffenen meldet sich die Krankheit aber wieder und Nervensystem, Gehirn und Rückenmark werden betroffen. Die Krankheit kann dann tödlich sein. Penicillin ist ein Mittel gegen Syphilis, je früher die Behandlung einsetzt, desto schneller tritt die Heilung ein. Unbehandelt verläuft eine Syphilis normalerweise in drei Stadien, Symptome können, müssen aber nicht auftreten. Der Syphilis – Erreger wird sehr leicht durch Kontakt mit den betroffenen Stellen sowie den nässenden Haut- oder Schleimhautveränderungen übertragen werden. Die betroffene Stelle sieht man aber oft nicht, z.B. dann, wenn sie im Enddarm sitzt. Auch Schmierinfektionen sind möglich, z.B. über Finger oder einen Dildo, der mit einer solchen Stelle Kontakt hatte. Wichtig ist, auf den Körper zu achten und bei Haut- und Schleimhautveränderungen zu einem erfahrenen Arzt zu gehen. Im Fall des Falles sollte man dann auch die Sexpartner der letzten Zeit informieren, damit sie sich untersuchen und ggf. behandeln lassen können. Folgende Maßnahmen können das Risiko erheblich verringern: Beim Anal- und Oralverkehr Kondome benutzen, beim Fisten Handschuhe. Für jede Körperöffnung und neuen Sexpartner ein neues Kondom benutzen. Die Diagnose erhält man durch Blutuntersuchungen oder einen Abstrich.

Unspezifische Harnröhrenentzündung

Unspezifische Harnröhrenentzündung wird durch unterschiedliche Erreger ausgelöst, die insbesondere beim ungeschützten Analverkehr übertragen werden.
Symptome: Ausfluss und Brennen der Harnröhre
Vorbeugung: Safer Sex
Behandlung: Antibiotika

Unspezifische Harnröhrenentzündung – Bremsspuren vor dem Zapfhahn

Die häufig vorkommende Harnröhrenentzündung wird durch unterschiedliche Erreger ausgelöst, die vor allem im Magen-Darm-Trakt vorkommen. Vor allem durch ungeschützten Analverkehr oder durch Schmierinfektion können die Bakterien in die Harnröhre gelangen. Mit der Gabe von Antibiotika ist die Entzündung gut zu behandeln. Einige Tage nach Ansteckung kommt es zu eitrigem Ausfluss aus der Harnröhre sowie Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Bei Nichtbehandlung und Fortschreiten der Erkrankung sind Hoden- und Prostataentzündungen möglich. Übertragen kann der Erreger durch ungeschützten Analverkehr und durch Schmierinfektion (z.B. Fingern). Durch das Benutzen von Kondomen wird das Risiko einer Infektion verringert. Wichtig sind auch hier die möglichst frühzeitige Erkennung und Behandlung sowie die Partnermitbehandlung. Mit der Gabe von Antibiotika sind unspezifische Harnröhrenentzündungen gut behandelbar. Allerdings sollte man bis zum Ende der Behandlung auf Sex verzichten.

Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien, die durch ungeschützten Sex weitergegeben werden.
Symptome: keine oder nur geringfügige Beschwerden, Brennen beim Pinkeln, Ausfluss im Unterleib leicht ziehende Schmerzen
Wichtig: Wer einmal eine Chlamydien-Infektion hatte, kann jederzeit einen Rückfall bekommen, also regelmäßig beim Arzt kontrollieren lassen!
Vorbeugung: Safer Sex, Hygiene
Behandlung: Antibiotika

Chlamydien- Infektion – hohes Verkehrsaufkommen!

Infektionen mit Chlamydien sind weit verbreitet und gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen in Deutschland. Bei Männern führen die Bakterien vor allem in der Harnröhre und im Enddarm zu einer Entzündung. 50 % der infizierten Männer haben keine oder nur milde Symptome, sodass die Infektion deswegen oft nicht erkannt wird. Einige Tage nach der Ansteckung kann es zum klaren Ausfluss aus der Harnröhre und “ziehenden” Schmerzen kommen. Ein Fortschreiten der Erkrankung kann zur Entzündung der Hoden, Samenleiter und der Prostata führen. Bei einer Infektion des Enddarms sind schleimig-eitriger Ausfluss, Schmerzen, Juckreiz, Durchfall ähnliche Beschwerden möglich. Bei Männern finden sich Chlamydien vor allem in den Schleimhäuten von Harnröhre und Enddarm sowie im Sperma. Anstecken kann man sich beim Kontakt der Schleimhäute mit den Erregern; vor allem beim ungeschützten Arschfick. Beim Blasen können die Erreger auch auf den Rachen übertragen werden, aber sie lösen keine Erkrankung aus. Das Benutzen von Kondomen verringert das Risiko einer Infektion und beim Gruppensex sollte man immer für neuen Partner/ jede neue Körperöffnung ein neues Kondom verwenden. Die Feststellung von einer Chlamydien- Infektion erfolgt mit einer Abstrich- Untersuchung oder durch Nachweis im Urin. Behandelt werden Chlamydien mit Antibiotika. Bis zum Ende der Behandlung sollte man aufs Ficken allerdings verzichten.

Filzläuse

Filzläuse nisten sich in den Schamhaaren ein.
Symptome: starker Juckreiz, entzündete Bissstellen
Vorbeugung: Rasieren
Behandlung: Spray oder Lotion, Wäsche und Kleidung desinfizieren

Filzläuse – Unangenehme Beifahrer!

Filzläuse sind etwa zwei Millimeter große Blutsauger, die sich vor allem in den Schamhaaren einnisten. Übertragen werde sie hauptsächlich durch engen Köperkontakt. An den befallenen Stellen ( z.B. am Arsch, am Schwanz , an Bauch, Brust und Rücken,) kommt es zu Juckreiz, aber auch zu bläulichen Flecken rund um eine Bissstelle. In der Wäsche finden sich oft “Rostflecken” von Läusekot. Manchmal kommt es durch massives Kratzten zu Entzündungen der Einstichstellen. Flitzläuse können durch engen Hautkontakt übertragen werden. Bis zum erfolgreichen Ende der Behandlung auf engen körperlichen Kontakt mit dem Partner verzichtet werden und es sollten keine Kleidung, Handtücher, Kämme und Bürsten gemeinsam verwendet werden. Die Läuse werden mit einem chemischen Mittel abgetötet, dass auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Auch eine Rasur der befallenen Stellen kann hilfreich sein. Um einen Wiederbefall zu vermeiden sollte man Kleidung (so weit möglich), Handtücher u.ä. bei mind. 60°C waschen. Kämme und Bürsten kann man für 10 Minuten in heißes Wasser und anschließend 1 Stunde in Desinfektionsmittel gelegt werden. Der Partner sollte sich auf jeden Fall mit behandeln lassen.

Krätze

Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Milben hervorgerufen wird und kommt auch in den “besten Familien” vor.

Symptome: starker Juckreiz, kleine gerötete Knötchen auf der Haut
Vorbeugung: Hygiene
Behandlung: Spezielle Präparate, Waschen der Kleidung und Wäsche

Krätze – Durchgangsverkehr unter der Haut

Die Krätze wird durch Milben hervorgerufen, die kleine Gänge in die oberste Hautschicht graben und dort ihre Eier ablegen. Durch allergische Reaktion auf den Milbenkot kommt es zu heftigen Juckreiz. Übertragen werden die Erreger vor allem durch engen Körperkontakt, selten durch gemeinsam benutzte Bettwäsche, Handtücher, usw. Die Milbe bevorzugt dünne Hautstellen ( z.B. am Schwanz und Hoden ). Bei der ersten Infektion dauert es ca. 2 bis 4 Wochen, bei weiteren Ansteckungen nur wenige Tage bis sich Milbengänge und kleine Hügel zeigen und es besonders nachts extrem juckt. Danach kommt es zu großflächigem Hautausschlag. Krätzmilben werden vor allem durch engen Hautkontakt übertragen, selten durch Kontakt mit befallenen Textilien. Bis zum erfolgreichen Ende der Behandlung sollte man auf engen körperlichen Kontakt mit Partner verzichten. Zur Diagnose reichen oft die Symptome aus, aber man kann die Milben auch unter dem Mikroskop nachweisen. Die Behandlung besteht in einer Ganzkörpereinreibung mit einem milbenabtötenden Mittel. Alle die im selben Haushalt leben sollten mit behandelt werden, auch wenn sie keine Symptome haben. Außerdem sollten alle Textilien (so weit wie möglich) bei mindestens 60°C gewaschen werden. Empfindliche Wäsche kann man auch frei Tage in einen gut verschlossenen Müllbeutel stecken und so die Milben “aushungern”.

Würmer und einzellige Parasiten im Darm

Würmer und einzellige Parasiten im Darm, werden leicht durch Rimming (Arschlecken), auch beim Fingern übertragen.
Symptome: Übelriechender, blutig-schleimiger Stuhl, Durchfall, Fieber, Magen-Darmkrämpfe, Gewichtsverlust
Vorbeugung: Hygiene, Lecktuch (aufgeschnittenes Kondom) beim Rimming
Behandlung: verschiedene Medikamente

Würmer und Einzeller – diese Beifahrer kommen von hinten

Im Darm machen sich Würmer und einzellige Parasiten breit. Das kann sich bei dir zum Beispiel durch übelriechenden oder blutig-schleimigen Stuhl, Durchfälle, Fieber, Magen-Darmkrämpfe und Gewichtsverlust zeigen. In der Regel wirst du also schnell merken, wenn sich diese unliebsamen Tierchen bei dir eingenistet haben, was auch meist zu einer rechtzeitigen Erkennung der Krankheit und zu wenigen schlimmen Folgen führt. Für Personen mit einer schwachen Immunabwehr sind Parasiten aber eine ernste Bedrohung. Anstecken kannst du dich beim Arschlecken oder über Schmierinfektion. Vorbeugend kannst du Lecktücher beim Rimming nutzen, auch Körperhygiene, etwa Händewaschen nach dem Toilettengang und Wäschewechsel, gehören zur Prophylaxe. Falls du dennoch einmal Parasitenbefall hast gibt es verschiedene Medikamente. Bei Erkrankung solltest du dein Hinterteil bis zum Abschluss der Behandlung aus allen sexuellen Aktivitäten raushalten.